Debcon, „lächerlich“ ist schon kein Ausdruck mehr

In den letzten Jahren habe ich zu den Filesharingverfahren, deren Geldforderungen von Debcon eingetrieben werden sollen, schon viel geschrieben. Hier und hier gibt es mehr dazu im Archiv meiner Artikel. In guter aber unregelmäßiger Reihenfolge glüht mein Faxgerät und es kommt die immer gleichen Schreiben von Debcon, nur mit anderen Aktenzeichen für diverse Mandanten, die angeblich Filesharing begangen haben sollen.

In einer Sache, deren Abmahnung vom inzwischen abgetauchten und nicht mehr als Rechtsanwalt zugelassenen Thomas Urmann aus dem Jahr 2010 stammt, wollte dessen angebliche Mandantin Digiprotect damals 600 Euro. Über die Jahre hinweg wurde mein Mandant immer wieder daran erinnert, dass er ein großes Risiko eingehe, alles gerichtsfest protokolliert worden sei, man aber aus reiner Kulanz den Vergleichsbetrag reduziere. Der letzte Brief vom Mittwoch den 4.5.2016 zieht jetzt von den ursprünglich noch verlangten 311,87 Euro (wie auch immer Debcon auf diese Summe gekommen ist), noch einmal 251,82 Euro ab (aufgrund irgend einer angeblichen Härtefallregelung in unbekannter Höhe) und man verlange daher jetzt 59,85 Euro als Vergleichsbetrag, um nach 5 Jahren nicht doch noch für Thomas Urman zu klagen.

Wir haben jetzt mit dem Mandanten entschieden weiter abzuwarten Eventuell bietet Debcon irgendwann ja eine Geldzahlung an, damit diese die Akten aus ihrer Datenbank bekommen und nicht mehr alljährlich Unmengen an Faxen schreiben müssen? Es bleibt spannend!

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